Ausstellung "Die Spitze des Eisbergs", extrazimmer, Salzburg

November 18, 2022  •  Kommentar schreiben

 

Schwimmende, bizarre Eisberge, die permanent ihre Gestalt zu verändern schienen, wenn man sie im Zodiac umkreiste, stellten den Fotografen Karl Mätzler während seiner Reise in die Antarktis vor besondere Herausforderungen. Es entstanden Bilder von unwirklicher Schönheit, die uns daran erinnern sollen, wie fragil und gefährdet diese Region der Welt ist. Nicht nur die Klimaerwärmung setzt unserer Erde zu, auch Plastikmüll und Mikroplastik in den (polaren) Weltmeeren bedrohen die Lebensgrundlage von Mensch und Tier. Was wir dagegen tun können, erzählt uns die Arktisexpertin, Autorin und Nordpolbezwingerin Birgit Lutz, die mit aufsehenerregenden Expeditionen in die nördlichen Polarregionen den Fokus auf deren Schutz legt. Marlies Ebertshäuser macht aus der Not des Meeres auf ihre Weise eine Tugend und zeigt mit ihren vorweihnachtlich heiteren Skulpturen, dass „Strandplastik“ mehr sein kann, als nur Plastik am Strand.

Ausstellungseröffnung und Vortrag: Montag 5. Dezember 2022, 19 Uhr
Robinigstraße 2A - 5020 Salzburg - [email protected] - www.extrazimmer.info
Eintrittsgeld verlangen wir keins, freuen uns aber über einen freiwilligen Beitrag.
Weitere Öffnungszeiten:
Fr 9.12. 17-20 Uhr, Sa 10.12. 16-20 Uhr, Fr 16.12. 17-20 Uhr, Sa 17.12. 16-20 Uhr

Marlies Ebertshäuser ist nicht nur (ehemalige) ambitionierte Lehrerin, sondern auch Fotografin, Mitglied der Münchner Gruppe foen, Sachensucherin, Künstlerin und Wahlgriechin. Seit 1978 verbringt sie ihre Lebenszeit abwechselnd in München und auf der Kykladeninsel Naxos, wo sie bereits vor vielen Jahren damit begonnen hat, die dortigen Strände vom Plastikmüll zu befreien, ihn zu entsorgen, zu recyclen und schließlich künstlerisch zu verwerten. Sie macht dabei auf eine spielerisch originelle Weise auf das Plastikproblem aufmerksam, wobei sich (vorweihnachtliches) Vergnügen und Nachdenklichkeit auf das Unterhaltsamste ergänzen dürfen. In ihrer Installation "Früher war mehr Lametta" erhält der Begriff „Kunststoff“ damit eine ganz spezifische Bedeutung.
www.fo-en.de/marlies-ebertshaeuser

Birgit Lutz, Abenteurerin, Expeditionsleiterin, Arktisexpertin und Buchautorin arbeitete 15 Jahre lang als Journalistin für die Süddeutsche Zeitung. Auf der Expedition mit einem Atomeisbrecher zum Nordpol wurde ihre Leidenschaft für die hohe Arktis geweckt. Zweimal marschierte sie auf Skiern von der russischen Drifteisstation Barneo zum Nordpol, durchquerte Grönland (ebenfalls auf Skiern), lebte mit den Inuit in Ostgrönland und schrieb darüber viel beachtete Bücher und Reportagen. 2016 entwickelte sie mit dem „Alfred Wegener Institut für Polar- und Meeresforschung“ ein Projekt gegen die Plastikverschmutzung der Meere. Sie sammelt mit Gästen der von ihr organisierten und geleiteten Schiffstouren Müll an Spitzbergens Stränden ein, dessen Analyse wichtige wissenschaftliche Daten liefert. Birgit Lutz geht, wenn sie nicht gerade auf Reisen ist, in spannenden Vorträgen den Ursachen und Folgen des Klimawandels auf den Grund. Dabei setzt sie sich für den Schutz des arktischen Ökosystems ebenso ein, wie für die bedrohte Lebenswelt der Inuit.
www.birgit-lutz.de

Karl Mätzler ist Psychoanalytiker, Autor und Herausgeber von Fachpublikationen sowie Fotograf aus Leidenschaft. 2018 gründete er zusammen mit seiner Frau, Ruth Mätzler, die Salzburger Galerie extrazimmer, in der er als Ergebnis zahlreicher Reisen rund um den Globus auch immer wieder eigene Arbeiten zeigt. Ein Höhepunkt seiner Beschäftigung mit sich wandelnden geografischen Formen, mit Wasser, Gestein und (Gletscher-)Eis war die Teilnahme an einer Fotoexpedition in die Antarktis im Jahr 2019.
www.karlmaetzler.com

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Ausstellungseröffnung "see you – 20 Jahre foen", Seidlvilla, München

August 21, 2022  •  Kommentar schreiben

Anlässlich des 20-jährigen Bestehens der Gruppe foen zeigen die Mitglieder aktuelle Arbeiten. Die einzelnen Ansätze reichen dabei von subtilen Alltagsbeobachtungen über Poetisches und Abstraktes bis hin zu konstruierten und algorithmisch generierten Bildern. Themenschwerpunkte bilden Urbanität, Natur, Identitätskonstruktionen und die Hinterfragung von Realitätsentwürfen.

Eröffnung Donnerstag, 15. September 2022, 19 Uhr, Seidlvilla, Nikolaiplatz 1b, 80802 München-Schwabing
Begrüßung: Johanna Brechtken, Geschäftsführerin Seidlvilla
Einführung: Prof. Dr. Gabriele Hofmann, Direktorin des Instituts der Künste, Päd. Hochschule Schwäb. Gmünd

Gezeigt werden Fotografien von Peter Corbishley / Marlies Ebertshäuser / Max Glanz / Susanne Görtz / Eva Knevels / Sven Körber / Tobias Meier / Kai Nörtemann / Renate Pieper / Erika Pircher / Heinz Hermann Wahl / in Zusammenarbeit mit Xenia Fumbarev

Führung mit den Künster*innen: Sonntag, 2. Oktober 2022, 14 Uhr.

Die Ausstellung ist vom 16. 9. bis 9. 11. (außer am 24./25. 9., 3. und 29./30. 10. sowie 1. 11.) täglich von 12 bis 19 Uhr zu sehen, Eintritt frei.

Finissage: Mittwoch, 9. November, 17.30 - 19.15 Uhr

 


Vernissage der Ausstellung "spiel_räume" in der U-Bahn-Galerie am 5. Juli 2022, 19 Uhr

June 26, 2022  •  Kommentar schreiben

Zum 50-jährigen Jubiläum der Olympischen Spiele München hat sich der foen mit den olympischen Bauten und den Ereignissen von Olympia 1972 fotografisch auseinandergesetzt. Zu sehen sind die Ergebnisse in einer Ausstellung in der U-Bahn-Galerie vom 3. bis 31. Juli 2022, jederzeit einsehbar.

Mit Arbeiten von Peter Corbishley, Marlies Ebertshäuser, Maximilian Glanz, Susanne Görtz, Eva Knevels, Sven Körber, Tobias Meier, Renate Pieper, Erika Pircher, Heinz Hermann Wahl.

Die Vernissage findet am Dienstag, 5. Juli 2022, um 19 Uhr statt. Wir freuen uns über Ihren Besuch!
U-Bahn-Galerie, U-Bahnhof "Universität", Zwischengeschoss, Eingang Nord

 

 

Zu den gezeigten Arbeiten:

  • Peter Corbishley zeigt Fotos von der olympischen Regattastrecke in Oberschleißheim. „Ich bin fasziniert von diesem Ort, an dem die Zeit stehen geblieben ist."
  • Für Marlies Ebertshäuser symbolisieren die Spiegelungen im Olympiasee ihre verschwommenen Erinnerungen an die Olympischen Spiele 1972.
  • Maximilian Glanz taucht ein in die Katakomben des olympischen Dorfes, den nicht sichtbaren, unterirdischen Lebensadern.
  • Susanne Görtz zeigt aus ihrer Serie "dis/play" Aufnahmen der Stationen Bonner Platz, Scheidplatz, Petuelring und Olympiazentrum der Olympia-Linie U3.
  • Eva Knevels wohnt seit über vier Jahrzehnten im Olympischen Dorf. Ein Dorf in der Stadt, in dem mittlerweile die dritte Generation aufwächst. Ein Dorf, das spannend und lebendig bleibt und dessen lange Entwicklung sie miterlebt und fotografisch festhält.
  • Sven Körbers Beitrag beschwört die perfiden Geschehnisse der Olympiade herauf, indem er die Perspektive maschinellen Lernens einnimmt.
  • Die Architektur und das markante Design enden nicht am Zeltdach, sie setzen sich fort bis in die entlegensten Winkel des Areals. Tobias Meier ergründet für seine Arbeit jene Orte.
  • Renate Pieper hat im Olympiadorf auf dem Spielplatz in der sogenannten „Roten Stadt“ fotografiert und zeigt in einer digitalen Montage fragmenthafte Nahaufnahmen von Graffiti und Schildertexten.
  • Erika Pircher hinterfragt mit ihren digitalen Collagen zum Thema Olympia selbstverständliche Sehgewohnheiten und Wahrnehmungen - indem sie eigenes fotografisches Bildmaterial zum Olympiagelände assoziativ konstruiert und so neu kontextualisiert.
  • Heinz Hermann Wahl stattete Timofej Wassiljewitsch Prochorow einen Besuch ab. Spiridon-Louis Ring 100. Auch nach seinem Tod ist die Ost-West-Friedenskirche ein magischer Ort.

Weitere Informationen und Aktionen zum Jubiläum unter muenchen1972-2022.de

Wir danken dem Bezirksausschuss Maxvorstadt für die Möglichkeit in der U-Bahn-Galerie auszustellen.

 


Susanne Görtz stellt "under_cover" in der Gopho-Galerie aus

June 02, 2022

Foen-Mitglied Susanne Görtz stellt Bilder aus Ihrer Serie "under_cover" in der Gopho-Galerie, München, aus. Zur Serie ist ein so-Viele.de-Heft (icon Verlag Hubert Kretschmer München) erschienen. Das Heft „under_cover“ ist erhältlich u.a. in der Gopho-Galerie und kostet 3€. (ISBN 978-3-946803-95-9).

Susanne Görtz, under_cover, Ausstellung GophoSusanne Görtz, under_cover, Ausstellung Gopho© Susanne Görtz, "under_cover"

Die Frühjahrsausstellung „Park & Drive“ zeigt Fotografien und Modelle zum Thema Mobilität. Die Arbeiten bzw. Ausstellungsobjekte der vier Fotografen, einer Fotografin und eines Sammlers sind sehr unterschiedlich: kreative und humorvolle Aufkleber auf Autos, verpackte Motorräder, Blumen statt Reifen, Reflexionen und timeless-Oldtimer.
Die KünstlerInnen: Uwe Bedenbecker, Hermann Dörre, Susanne Görtz, Roy Hessing, Klaus D. Wolf und Norbert Wutz.
Ausstellungsdauer „Park & Drive“: 4. Mai bis 2. Juli 2022, Gopho – Gallery of Photography, Roy Hessing, Haimhauser Str. 1, München-Schwabing
Weitere Infos unter gopho.de


foen-Mitglieder beim 3. FOTO:BUCH:SALON von reframed in Salzburg

June 01, 2022

Das Salzburger Fotograf/innen-Kollektiv 3. Fotobuchsalon Salzburg3. Fotobuchsalon Salzburg reframed hatte die Gruppe foen zur Teilnahme an seinem
3. FOTO:BUCH:SALON im extrazimmer in Salzburg am 7.5.2022 eingeladen.
Die teilnehmenden foen-Mitglieder präsentierten ein breites Spektrum an Publikationen: Hardcover-Bildbände, Zeitschriften, Postkarten, zahlreiche Hefte, Künstlerbücher sowie eine Edition mit Cyanotypien.
Auch das posthum in der Fotohof edition erschienene, inzwischen vergriffene Fotobuch von Sabine Jaehnke mit dem Titel „Funafuti“ wurde gezeigt.

Es nahmen teil:
Peter Corbishley, Marlies Ebertshäuser, Maximilian Glanz, Susanne Görtz, Tobias Meier, Renate Pieper.

Foto: (c) Sabine Jaehnke


 


Ausstellung "reframing views" im Rahmen der Foto Wien von unserem neuen Mitglied Erika Pircher

March 22, 2022

Die Gruppenausstellung „reframing views“ des Salzburger Künstler:innenkollektivs reframed macht in vier Variationen auf mitunter irritierende Weise sichtbar, wie Menschen mit der Landschaft und deren Manifestationen untrennbar verbunden sind. Die Unterscheidung zwischen metaphorischen, fiktiven und realen Landschaften wird dabei zu einer Frage des Blickwinkels. Gezeigt werden neben Bilderserien eine Installation, Fotobücher sowie handgefertigte Fine-Art Bücher.

Erika Pircher thematisiert in ihren digitalen Fotocollagen aus der Serie „Scenarios of Presence“ die Wahrnehmung von Welt sowie das Erfordernis, sich selbst in ein Verhältnis zu den Dingen zu setzen. Weiterhin stellen aus: Maria Hellekalek-Auer, Peter Hellekalek und Karl Mätzler.

Ausstellungsort: Galerie am Park, Liniengasse 2A 1060 Wien
Dauer: 13.03.–26.03.2022
Öffnungszeiten: Mo–Fr 15–19 Uhr, Sa und So 11–16 Uhr
 


so-Viele-Heft Nr. 58 erschienen: Susanne Görtz "under_cover"

February 18, 2022

Im icon Verlag Hubert Kretschmer München ist jetzt das zweite Heft von Susanne Görtz erschienen.

Seit 2015 fotografiert Susanne Görtz diese bizarren Skulpturen am Gehwegrand: Motorräder unter Planen – mit loser, unförmiger Verhüllung bis hin zu Verschnürungen à la Christo.

Das 28-seitige Heft im Format A6 kann für 3€ erworben werden bei der Fotografin, Hubert Kretschmer (Türkenstraße) und in der Gopho-Galerie (Nähe Münchner Freiheit). Eine Bestellung über den Buchhandel ist auch möglich.

Susanne Görtz „under_cover“
so-VIELE.de Heft Nr. 58
icon Verlag Hubert Kretschmer, München
28 Seiten (inkl. Umschlag), 24 Farbfotos. Auflage: 500 Stck.
ISBN: 978-3-946803-95-9
Preis: 3€


Fotobuch "Funafuti" von Sabine Jaehnke beim Fotohof-Verlag posthum erschienen

December 01, 2021

Sabine Jaehnke entdeckte die Fotografie als Mittel des persönlichen Ausdrucks durch Workshops und den Besuch der einjährigen Fachklasse des Fotohofs 2016/2017. Es entstehen erste Fotoarbeiten und Fotobücher. Die Fotografie gab ihr die Kraft, trotz einer schweren Erkrankung ihre Ausbildung fortzusetzen: 2020 besuchte sie in Berlin bei Ute Mahler und Ingo Taubhorn die Meisterklasse der Ostkreuzschule für Fotografie. Kurz vor Beendigung ihres Abschlussprojekts verstarb Sabine Jaehnke im Februar 2021. Funafuti, ihre Abschlussarbeit, erscheint nun posthum.
Wo lässt sich Fernweh verorten? Gibt es überhaupt einen Ort für die Sehnsucht, so wie es der Titel Funafuti vermuten lässt? Ist nicht die Jugend aus der Perspektive der Älteren auch so ein Ort? Vielleicht hängen Fernweh und Heimweh auch unmittelbar zusammen. Heimweh nach Heimat. Und Heimat ist da, wo Kindheit war. Ebenso unerreichbar. Nur in unserem Inneren. Beides ist in Funafuti miteinander verwoben. Als Heimweh nach Fernweh. Die Träume des Mädchens und die Erinnerung an diese Träume am Ende des Lebens. (Göran Gnaudschun)

TV-Beitrag in der Reihe artour über das Buch von Sabine in der Mediathek vom MDR (6 min.).

Sabine Jaehnke war Mitglied beim foen von 2018 bis zum Ihrem Tod im Februar 2021.

 

Funafuti - Sabine Jaehnke Sabine Jaehnke
Funafuti

35,00€
2021, Softcover, 26 x 19 cm, 114 Seiten
33 Farbabbildungen, 11 S/W-Abbildungen
13 eingeklebte Briefumschläge
Edition: 300

Text: Göran Gnaudschun
Sprache: Deutsch, Englisch
Design: Jenna Gesse
FOTOHOF edition, Bd.: 999
ISBN: 978-3-903334-31-1

Das Buch ist mittlerweise beim fotohof vergriffen.

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