Fotoausstellungen in München

June 30, 2015  •  Kommentar schreiben

[Stand 14. Dezember 2017] Für Fotointeressierte gibt es derzeit die folgenden Ausstellungen in München (und Umgebung) anzuschauen. Die Ausstellungen sind nach Enddatum sortiert. Alle Angaben ohne Gewähr. Fragen und Hinweise bitte mailen an susanne@fo-en.de.

Weitere aktuelle Infos auch unter www.facebook.com/susannegoertz.fotografie

Vera Mercer und Künstler der Galerie
Gezeigt werden neue Stilleben, die im Sommer 2017 in ihrem Atelier in Omaha entstanden sind. Im 4.OG sind Arbeiten von Künstlern der Galerie zu sehen. (u.a. von Moritz Partenheimer, Olaf Unverzart, Regina Schmeken, Margriet Smulders, Albrecht Tübke, Carola Vogt und Peter Boerboom.)
Galerie Jordanow, Zieblandstr. 19, München
Mi-Fr 14-19, Sa 11-15 Uhr, bis 16. Dezember 201
www.artsy.net/galerie-jordanow

Anne Kirchbach "Cello on Tour" und "Opernsänger expressiv"
Kunstvoll in Szene gesetzte Cellokästen und Cellisten auf Reisen. Die freie Theater- und Porträtfotografin und ehemalige Hausfotografin an der Bayerischen Staatsoper hat ganz besondere Aufnahmen von Operninszenierungen ausgewählt:
BOSCO Gauting, Oberer Kirchweg 1, Gauting
Di-Fr 9-12, Do/Fr/Di 15-18 Uhr, Sa 10-12 Uhr, bis 17. Dezember 2017
bosco-gauting.de

Heinz Gebhardt - Bildjournalist und München-Chronist
Der Fotograf und Autor Heinz Gebhardt begleitet und dokumentiert seit Jahrzehnten das Leben und Treiben in seiner Heimatstadt München mit der Kamera. Er fotografierte unter anderem die großen Demonstrationen der späten 1960-er und der 1970-er Jahre, hielt Polizeieinsätze an unterschiedlichsten Brennpunkten fest, war rechtzeitig zur Stelle, wenn es etwas zu feiern gab, und lichtete die Münchner Schickeria auf ihren diversen Bühnen ab.
Scheinbar nebenbei beobachtete er die Münchnerinnen und Münchner auf ihren alltäglichen Gängen durch die Stadt. Dabei entstanden eindrucksvolle Bilder der Stadtgesellschaft, die von dem humorvollen Blick des Fotografen geprägt sind. Immer interessierte sich Heinz Gebhardt auch für die Veränderungen im Stadtbild. Anschaulich festgehalten hat er diese in zahlreichen Bildserien, die er im Abstand von Jahren oder Jahrzehnten vom gleichen Standpunkt aus erstellt hat.
Das umfangreiche fotografische Werk enthält eine stadtgeschichtliche Bilderchronik für mehrere Jahrzehnte und gleichzeitig zahllose Bilder, die alltägliche oder besondere, kuriose oder spannende Geschichten erzählen. Anlässlich des 70. Geburtstages von Heinz Gebhardt zeigt das Stadtarchiv einzelne Beispiele aus seinem Werk in einer Ausstellung.
Stadtarchiv, Winzererstr. 68, Galerie im 3. Stock, München
Mo-Do 9-18 Uhr, Fr 9-12 Uhr, an Feiertagen geschlossen, bis 22. Dezember 2017
ru.muenchen.de

Dieter Rehm
Neue Arbeiten des Fotokünstlers (*1955 in Memmingen).
Galerie Andreas Binder, Knöbelstr. 8a, München
Di-Fr 12-18 Uhr, Sa 11-15 Uhr, bis 22. Dezember 2017
www.andreasbinder.de

Erwin Geiss "Die sieben Todsünden"
Hochmut, Geiz, Völlerei, Neid, Lust, Trägheit und Zorn – immer wieder haben Künstler sich den „Sieben Todsünden“ gewidmet. In seiner neuen Werkgruppe hat
sich der Künstler Erwin Geiss in sorgfältig inszenierten Stillleben mit dieser Thematik auseinandergesetzt. Seine Fotografien greifen Gestaltungsmuster des siebzehnten Jahrhunderts auf und übertragen sie – oftmals durchaus mit augenzwinkernder Ironie - in unsere Gegenwart.
Galerie Edition Camos, Aldringenstr. 1a, München-Neuhausen
Di-Fr 14-18:30 Uhr, Sa 11-14 Uhr, bis 22. Dezember 2017
edcamos.de

Tadashi Abe "T(ee)-Raum"
Fremde Blicke und Blicke auf das Fremde bieten die Fotoarbeiten des Künstlers.
Klartext, Augustenstr. 77, Rgb, München
Mo-Fr 9:30 -12:30 Uhr, Do/Di auch 17-19 Uhr, bis 31. Dezember 2017
www.klartext-zentrum.de

"Mein positiver Tag"
Fotografien von drei Männern mit HIV, die verschiedenen Generationen angehören und in Züric, München und Prag leben. Persönliche Einblicke in ihren Alltag.
SUB, Müllerstr. 14, München
So-Do 19-23 Uhr, Fr 19-24 Uhr, Sa 15-1 Uhr, bis 31. Dezember 2017

Laura Zalenga ∙ Korbinian Vogt "A world of my own"
Mit unerschöpflichem Ideenreichtum hinterfragt Zalenga die eigene Person, übersetzt Befindlichkeiten, körperliche Veränderungen und Verletzungen sowie räumliche Situationen in eine individuelle Bildsprache, die mithilfe der digitalen Bildbearbeitung eine zusätzliche atmosphärische Dichte erhalten, ja durch diese werden manche Motive überhaupt erst realisierbar. Die oftmals kontrastreichen, in kalte Farbigkeit getauchten Szenerien lassen dabei an die Bildästhetik der Filme von Tim Burton denken. Im Rahmen dieser Ausstellung ist nun eine Auswahl von 22 Werken aus allen Schaffensphasen der heute in Biberach an der Riß lebenden Künstlerin zu sehen.
Abgerundet wird die Ausstellung durch fünf Werke des jungen Münchner Fotografen Korbinian Vogt (* 1995), der den weiblichen Akt in einem spektakulären landschaftlichen Umfeld inszeniert. Die hier erstmals präsentierten Arbeiten entstanden erst vor wenigen Wochen vor der atemberaubenden Naturkulisse Grönlands.
Galerie für Fotografie der Gegenwart, Schleißheimer Str. 44, München
Di–Fr 14-19 Uhr, Sa 11–15 Uhr, bis 5. Januar 2018
www.ingoseufert.com

Monika Prem "Sibirische Impresssionen"
Fotografien.
Galerie Klaus Lea, Türkenstr. 96, München
Mi-Fr 15-20 Uhr, Sa 11-12 Uhr u.n. Vbg., 7. Dezember 2017 bis 5. Januar 2018
www.galerie-klaus-lea.de

foen "Haidhausen!"
Fotoausstellung der Gruppe foen anläßlich 40 Jahre Freunde Haidhausens – Verein für Haidhausen e.V. Zu sehen sind fotografische Arbeiten und ein Künstlerbuch von neun Mitgliedern der Gruppe, die die unterschiedlichen Sicht- und Arbeitsweisen der Fotokünstler widerspiegeln – vom Detail zur Übersicht, von abstrakt über konzeptuell bis dokumentarisch.
Üblacker-Häusl, Preysingstr. 58, München-Haidhausen
Mi/Do 17-19 Uhr, Fr/So 10-12 Uhr, bis 7. Januar 2018
www.freunde-haidhausens.de

Mark Steinmetz "unitedstates pt.2"
Werkschau des bedeutenden US-amerikanischen Vertreters der zeitgenössischen Fotografie, der großartig aus nächster Nähe Konstruktionen menschlicher und gesellschaftlicher Identität und Brüche im "Lifestyle" erfasst.
Amerikahaus, Barer Str. 19a, München
Mo/Fr/Mo/Di 10-17 Uhr, Sa 10-16 Uhr, Mi 10-20 Uhr, bis 7. Januar 2018
www.amerikahaus.de

Rainer Viertlböck
Der Fotograf, der mt seinen ungewöhnlichen Perspektiven einige zeitgenössiche Ikonen von München geschaffen hat, untersucht mit der Kamera die Folgen der Globalisierung und die Macht der Natur, die sich zurückhalt, was der Mensch nicht mehr pflegt.
Münchner Künstlerhaus, Kunstkabinett, Lenbachplatz 8, München
Mo 10:30 bis 22 Uhr, Di-So 10:30 -19:30 Uhr n.Vbg., (Tel. 089-59918414), bis 7. Januar 2018
www.kuenstlerhaus-muc.de

Thomas Struth "Figure Ground"
Die Übersichtsausstellung von Thomas Struth präsentiert erstmals eine Auswahl seiner umfassenden Werkgruppen unter dem Aspekt des sozialen Interesses, das die Entwicklung seines künstlerischen, explizit international angelegten Werks durchzieht. Von den ersten Arbeiten bis zu den aktuellen Bildern entwickelt das Werk des international anerkannten Fotografen durch seine Themenwahl, die Art der fotografischen Umsetzung und ihrer Präsentation seinen speziellen Charakter.
Haus der Kunst, Prinzregentenstr. 1, München
Di-So 10-17 Uhr, Do bis 20 Uhr, verlängert bis 7. Januar 2018
(Künstlergespräch mit Thomas Struth und Nairy Baghramian am Do 14.12., 19 Uhr)
www.hausderkunst.de

Stefano Castellani "Lo sguardo verso l'alto"
Rom – Porträt einer Stadt. Der Fotograf (*1966) wagt in seinen perspektivisch anspruchsvollen S/W-Aufnahmen im Panoramaformat einen ganz eigenen Blick auf die Architektur der italienischen Metropole. Ein ungewöhnliches, ästhetisch reizvolles Portrait der "ewigen Stadt", Katalog.
Glyptothek, Königsplatz 3, München
Do 10-20 Uhr, Fr-So/Di/Mi 10-17 Uhr, bis 14. Januar 2018
www.antike-am-koenigsplatz.mwn.de

»Der vielleicht spannendste Stadtteil Münchens!« Haidhausen 1945 bis 1990
50 Jahre Münchner Stadt- und Stadtteilgeschichte: Von den Bombenangriffen im Zweiten Weltkrieg und dem Einmarsch der Amerikaner über die »Rückkehr zur Normalität« und das gesellschaftliche Leben in den 1950er und 1960er Jahren – die Veränderungen in Haidhausen sind vielseitig. Nach dem Krieg kam die langsame Rückkehr zur Normalität, ab den 1970er Jahren wurde Haidhausen jünger. Initiativen, Theater und alternative Geschäfte entstehen, der Gasteig wird gebaut. Die Ausstellung von Kurator Hermann Wilhelm findet anlässlich des 40-jährigen Bestehens des Haidhausen-Museums statt und dokumentiert die Veränderungen eines Stadtgebiets hin zu einem vielseitigen und kulturellen Mittelpunkt der Stadt München. Eintritt frei. (Buch zur Ausstellung erhältlich).
Gasteig, Glashalle, 1. OG, Rosenheimer Str. 5, München
bis
www.gasteig.de

Adolphe Braun – ein Fotografenunternehmen des 19. Jahrhunderts
Die Ausstellung präsentiert erstmals sämtliche Tätigkeitsfelder Adolphe Brauns anhand von ca. 200 Originalaufnahmen und Gemälden des 19. Jahrhunderts von Gustave Courbet, Henri Fantin-Latour oder Jules Médard.
Stadtmuseum München, St.-Jakobs-Platz 1, München-Zentrum
Di-So 10-18 Uhr, bis 21. Januar 2018
www.muenchner-stadtmuseum.de

Clara Bahlsen "Zement & Töchter"
Fotografien der Berliner Künstlerin.
Galerie f5,6, Ludwigstr. 7, München
Mi-Fr 12-18 Uhr, Sa 12-15 Uhr, bis 27. Januar 2018
www.f56.net

Martin Paar. Retrospektive.
Der Brite (*1952) ist einer der bedeutendsten Dokumentarfotografen unserer Zeit, der in seinen Arbeiten die gesellschaftliche Realität zeigt: Phänomene wie Konsum, Tourismus oder nationale Identitäten beleuchtet er aus einer unterhaltsamen Perspektive, die das Banale, Extreme und manchmal auch Abgründige im Alltäglichen sichtbar macht.
Kunstfoyer, Maximilianstraße 53, München
tgl. 9-19 Uhr, bis 28. Januar 2018
www.versicherungskammer-kulturstiftung.de

FORUM 044: Jenny Schäfer – Liste: Neues Wasser
Wasser wird vom Bedürfnis zum Begehren. Es wird gestaltet und verkauft. Über die Ambivalenz von Wasser geht es in der künstlerischen Recherche von Jenny Schäfer. Der Zusammenhang zwischen einer Ästhetik des Wassers im kapitalistischen System und der dem Wasser inhärenten Romantik, Kraft und Faszination wird durch Fotografien, Zeichnungen und Objekte formuliert.
Stadtmuseum München, St.-Jakobs-Platz 1, München-Zentrum
Di-So 10-18 Uhr, bis 4. Februar 2018
www.muenchner-stadtmuseum.de

Oliver Deska "Der Anfang ist gemacht - Ein Stein fürs Einstein 2014 bis 2017"
Mit seinem einzigartigen Porträtprojekt begleitete der Fotograf Oliver Deska von 2014 bis 2017 den Entstehungsprozess des neuen MVHS Bildungszentrums Einstein 28. Es sind 450 Portraits von Passantinnen und Passanten mit einem "Einstein" in der Hand vor dem "wachsenden" Gebäude entstanden. Im Lauf der Jahre stand er bei WInd und Wetter mit Stativ und Kamera vor Ort und ist mit über 5000 Menschen in Kontakt getreten. Viele Geschichten hat er dabei gesammelt. Oliver Deska besucht seit 2011 das Projekt Fotografie der MVHS unter der Leitung von Michael Jochum, in dem auch die idee zu diesem Fotoprojekt angestoßen wurde.
Einstein 28, Werkgalerie 1./2. OG, Einsteinstr. 28, 81675 München
bis 16. Februar 2018
www.mvhs.de

Araki.Tokyo
2004 konnte mit Unterstützung von PIN die Originalvorlage von Arakis Buch Tokyo (Sexteen) erworben werden, bestehend aus 28 kleinformatigen fotografischen Diptychen. 1973 erschienen gehört Tokyo zu den ersten Künstlerbüchern, die Araki veröffentlichte, denen in den kommenden vier Jahrzehnten mehrere Hundert folgen sollten.
Die Ausstellung stellt die Tokyo-Serie vor, ergänzt durch weitere frühe Tokyo-Fotografien von Araki und anderen Künstlern sowie Künstlerbüchern aus den 1960er und -70er Jahren. Es erscheint eine exklusive Werk-Monographie in limitierter Auflage.
Pinakothek der Moderne, Barer Str. 40, Saal 8, München
Di-So 10-18 Uhr, Do bis 20 Uhr, bis
www.pinakothek.de

bilder fragen – Zeitgenössische Kunst zum Reformationsjubiläum
"Martin Luther hat die Bilder nicht so ernst genommen und sie auf Didaktik reduziert … hat damit den Bilderstürmereien Einhalt geboten und paradoxerweise die freie Entwicklung der Kunst befördert"  formuliert Thomas Sternberg 2015.
Ob das tatsächlich zum Motor späterer Kunstfreiheit wurde, kann diskutiert werden. Sicher scheint Luthers Weg von einer grundsätzlichen Ablehnung des Bildes zu einer moderateren Bilderfreundlichkeit aber der Einsicht in dessen Macht und übergreifende Kommunikationsfähigkeit geschuldet.
Die vor 500 Jahren rein theologisch motivierte Debatte ist längst zu einer globalen, alle gesellschaftlichen Felder umspannenden Frage geworden.
Bilder stellen selbst immer Fragen, und müssen befragt werden – Die Ausstellung stellt aktuelle, internationale Kunst vor, die in eigenen künstlerischen Bildern einen zeitgemäßen Beitrag dazu leisten.
H2 – Zentrum für Gegenwartskunst im Glaspalast, Beim Glaspalast 1, 86153 Augsburg
Di-So 10-17 Uhr, bis 18. Februar 2018
www.h2-glaspalast.de

Schlechtes Wetter
"Es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur ..." diesen Satz kennt wahrscheinlich jeder. Für Fotografen sollte eigentlich das Credo gelten: "Es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechtes Licht!" Es sind meist nicht Postkartenmotive mit blauem Himmel die Emotionen bei uns wecken, sondern Fotos mit außergewöhnlichen oder überraschenden Wetterstimmungen wie z.B. Gewitter, Nebel oder Ähnlichem. Die Ausstellung der Arbeitsgruppe "Draußen" des Fotoclubs CC77 zeigt, dass man bei schlechtem Wetter nicht zuhause bleiben muss, sondern das jedes Wetter seine interessanten Seiten hat.
VHS im Norden des Landkreises München e.V., Pegasusstr. 18, 80129 Unterschleissheim
bis 22. Februar 2018
www.vhs-nord.de

Jimmy Nelson
Der weltweit für seine Fotos von indigenen Völern bekannte britische Fotograf (*1967) wird in einer eigens für das MUCA zusammengestellten Ausstellung neben den besten Aufnahmen seiner bisherigen Reisen auch bisher noch unveröffentlichte Werke zeigen.
Museum of Urban and Contemporary Art (MUCA), Hotterstr. 12, München
Mi-Mo 10-20 Uhr, bis 4. März 2018
www.muca.eu

Does Permanence matter? Ephemeral Urbanism
Wie dauerhaft muss Stadtplanung angelegt sein? Vom Oktoberfest in München über das weltweit grösste Pilgerfest Kumbh Mela in Indien und das Burning Man-Festival in Nevada bis hin zu vielen anderen Großereignissen zeigt sich, dass flexible bauliche Strukturen weltweit eingesetzt werden, um zum Teil sehr große Menschenmengen kurz- oder auch mittelfristig zu versorgen. Die ephemeren Strukturen erfüllen verschiedene funktionale Aufgaben und dienen für religiöse und kulturelle Festivals, als Militär- und Flüchtlingslager oder Bergbaustädte. Die Ausstellung ist auf der Grundlage einer langfristig angelegten Studie von Rahul Mehrotra, Graduate School of Design, Harvard University, und Felipe Vera, Centro de Ecologia Paisaje y Urbanismo in Santiago, entstanden und beschreibt ein globales Phänomen, das in Zeiten weltweiter Migrationen besondere Aktualität erhält.
Pinakothek der Moderne, Architekturmuseum der TU München, Barer Str. 40, München
Di-So 10-18 Uhr, Do bis 20 Uhr, b
www.pinakothek.de

Kapsel 08: Polina Kanis
Polina Kanis (geb. 1985 in Leningrad, heute St. Petersburg) erkundet die Grenzen zwischen Film, Fotografie und Performance. Ihre Videos sind von einer markanten Spannung zwischen dem dargestellten Geschehen und der Welt jenseits des Bildkaders geprägt. Kanis‘ Protagonisten halten sich in geschlossenen Systemen auf, innerhalb derer unsichtbare Herrschaftsinstanzen ihr Verhalten auf automatisierte und ritualisierte Handlungen reduzieren. Diese mikrokosmischen Szenerien gehen der Frage nach, inwieweit ein vorgegebener Rahmen – sei er gesellschaftlich, politisch oder kulturell – Einfluss auf die ihm unterworfenen Lebewesen nimmt, wie er sie deformiert und ihre Beziehungen verfälscht und pervertiert, während die Betroffenen darum ringen, ihren Platz in der Gemeinschaft zu finden.
Haus der Kunst, Prinzregentenstr. 1, München
Di-So 10-17 Uhr, Do bis 20 Uhr, bis 18. März 2018
www.hausderkunst.de

„Selbstbestimmt! Was heißt hier Inklusion?“
Die Ausstellung zeigt Farb- und Schwarz-Weiß-Fotografien, die Bürgerinnen und Bürger im Rahmen eines Wettbewerbs eingereicht haben. Die Auswahl der Wettbewerbsbeiträge thematisiert Fragen wie „Was bedeutet Inklusion im Alltag?“, „Wie lassen sich Barrieren überwinden?“ oder „Wie kann es gelingen, mit einer Behinderung gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben?“. Den Foto-Wettbewerb hatte das Koordinierungsbüro zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) 2016 ausgelobt.
Alten- und Service-Zentrum (ASZ) Untergiesing, Kolumbusstr. 33, EG, München
Mo-Do 9-17 Uhr , Fr 9-15 Uhr. bis 13. April 2018
www.muenchen-wird-inklusiv.de

FORUM 045: Arne Schmitt – Persönlichkeit und System
Architektur ist ein soziales Medium. Sie strukturiert den Raum und formt das Individuum, das in ihr lebt. In ihr spiegelt sich die Gesellschaft wider. Sie ist Ausdruck des Zeitgeists: nicht nur durch ihre Gestaltung – sondern auch durch die Machtstrukturen ihrer Planung, Errichtung und Rezeption. Diese komplexen Verflechtungen analysiert der Künstler Arne Schmitt (*1984) in seinen Arbeiten. In der Ausstellung wird neben seiner Fotoserie „In Neuer Pracht” auch sein Video „Mit weniger mehr schaffen. Die zeitlose Wissenschaft der Rationalisierung” gezeigt. In der Gegenüberstellung scheinen gleich mehrere der großen Ideologien des 20. Jahrhunderts auf, die teilweise überraschende Korrelationen aufweisen
Stadtmuseum München, St.-Jakobs-Platz 1, München-Zentrum
Di-So 10-18 Uhr, 23. Februar bis 27. Mai 2018
www.muenchner-stadtmuseum.de

Germaine Krull. Métal
Ihre Bedeutung als avantgardistische Künstlerin verdankt die Fotografin Germaine Krull ihrem wegweisenden Mappenwerk „Métal“ (1928). Eiserne Konstruktionen wie Kräne, Brücken, Maschinen und den Eiffelturm setzt sie darin mittels ungewöhnlicher Perspektiven und Bildausschnitte in Szene. Die Abfolge im Portfolio lässt aus den Einzelbildern einen geradezu filmisch-bewegten „Tanz der nackten Metalle“ werden und zeigt die gigantischen Metallkonstruktionen als dynamische Monumente einer modernen Zeit. Die Präsentation zeigt alle 64 Tafeln aus dem Portfolio „Métal“ ergänzt um originale Fotografien der Serie aus den Beständen der Stiftung Ann und Jürgen Wilde.
Pinakothek der Moderne, Barer Str. 40, Saal 8, München
Di-So 10-18 Uhr, Do bis 20 Uhr,
www.pinakothek.de

 


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