Fotoausstellungen in München

June 30, 2015  •  Kommentar schreiben

[Stand 20. Juni 2017] Für Fotointeressierte gibt es derzeit die folgenden Ausstellungen in München (und Umgebung) anzuschauen. Die Ausstellungen sind nach Enddatum sortiert. Alle Angaben ohne Gewähr. Fragen und Hinweise bitte mailen an susanne@fo-en.de.

Weitere aktuelle Infos auch unter www.facebook.com/susannegoertz.fotografie

Toshio Enomoto – The Platinum Prints – Japanische Fotoimpressionen
Toshio Enomoto ist den Sammlern und den Besuchern von Micheko kein Unbekannter. Seine Ausstellung „Kagirohi” im April 2012 zog besonders viele Besucher an und gewann dem Künstler eine neue Fangemeinde in Deutschland und darüber hinaus.
Enomoto war seitdem nicht untätig, er fotografierte weiter seine Leidenschaft, die japanische Kirschblüte in ihrer beispiellosen Vielfalt an Farben und Formen, beendete eine Fotoserie, die ihn über mehrere Jahre hinweg beschäftigt hatte und nicht zuletzt begab er sich auf eine Reise in die Vergangenheit der Fotografie. Er entdeckte das aufwändige Entwicklungsverfahren der Platinum-Handabzüge für sich neu.
Micheko Galerie, Theresienstr. 18, München
Di-Fr 14-19 Uhr, Sa 11-15 Uhr, bis 24. Juni 2017
www.micheko.com

Margriet Smulders „Wenn Dir’s in Kopf und Herzen schwirrt, was willst Du Bess’res haben.
Wer nicht mehr liebt und nicht mehr irrt, der lasse sich begraben.“
Für ihre großformatigen Bilder arrangiert Margriet Smulders im Studio ausgewählte  frische Blüten mit Wasser, Spiegeln, Stoffen und Gläsern zu bühnenhaften Inszenierungen, die sie ausleuchtet und im Anschluss fotografiert. Blumen, Pflanzen und Früchte stehen in ihrem Werk für Schönheit, Sinnlichkeit und Liebe – ebenso wie für Vergänglichkeit, Vieldeutigkeit und Irritation. Geprägt durch die Bildsprache der niederländischen Stilllebenmalerei gibt sie zeitgenössische Antworten auf eines der großen Themen der Kunst – einzigartig in ihrer Opulenz und Farbenpracht.
Galerie Jordanow, Zieblandstr. 19, München
Mi-Fr 14-19 Uhr, Sa 11-15 Uhr, bis 24. Juni 2017
www.artsy.net/galerie-jordanow

Bildergeschichten aus Haidhausen – Fotogafien von Sabine Jörg
In poetischen Schwarz-Weiß-Aufnahme lässt Sabine Jörg das Haidhausen der 1970er und 1980er Jahre wieder lebendig werden. Die in der Ausstellung gezeigten, einzigartigen Bilder entziehen das Viertel, so wie es damals war, dem Vergessen.
Werkgalerie der MVHS im Einstein 28, Einsteinstr. 28, München
bis 30. Juni 2017
(Werkstattgespräch und Führung durch die Ausstellung mit Sabine Jörg Mi 21. Juni 2017, 18 Uhr, Treffpunkt, Foyer 1. OG)
www.mvhs.de

lebenswelt | life-world
Zeitgenössische Skulpturen japanischer Künstlerinnen und Künstler und Fotografien der japanischen Fotografin Rinko Kawauchi. Subjektive Alltagserfahrungen, zeitliche Abläufe in der Natur, die zwischenmenschliche Kommunikation stehen im Mittelpunkt der Kunstwerke aus Japan.
Alexander Tutsek-Stiftung, Karl-Theodor-Str. 27, München
Di-Fr 14-18 Uhr, Feiertags geschlossen, bis 30. Juni 2017
(Eintritt: 3,-/2,- Euro)
www.atutsek-stiftung.de

Susanne Görtz „14x8k/3″
Zu sehen gibt es eine raumgreifende Fotocollage, die eigens für den Sandkasten angefertigt wurde.
Sandkasten, Sandstr. 33, 80335 München
jederzeit einsehbar, bis 8. Juli 2017
www.sandkasten-muenchen.de, www.goertz-fotografie.de

No Secrets! – Bilder der Überwachung
Nachrichtenüberwachung im Netz, Spionage unter befreundeten Staaten und Datenklau, aber auch das Speichern unserer Kaufgewohnheiten und Kameras an öffentlichen Plätzen sind alltäglich geworden. Die Ausstellung des Münchner Stadtmuseums thematisiert das unaufhaltsame Eindringen von Überwachung und Kontrolle in unseren Lebensalltag. Gezeigt werden Arbeiten von zeitgenössischen Künstlern und Künstlerinnen aus den Bereichen Fotografie, Video und Installation.
Stadtmuseum München, St.-Jakobs-Platz 1, München-Zentrum
Di-So 10-18 Uhr, bis 16. Juli 2017
www.muenchner-stadtmuseum.de

FORUM 042: Alessandra Schellnegger – Einblicke. Hinter den Mauern des BND in Pullach
Die Schnittmenge zwischen der Arbeit des Bundesnachrichtendienstes und der Fotografin Alessandra Schellnegger ist die Neugier. Als sie im Auftrag der Süddeutschen Zeitung nach langem Warten Zugang zum Gelände des BND in Pullach bei München erhält, ist das ein Glücksfall. Aus der Zeit gefallene Architektur und verwaist wirkende Gebäude reflektieren vergangene deutsche Geschichte und werfen Fragen auf. Von hier aus wurde tatsächlich die Welt bespitzelt? Mit feinem Gespür für Brüche und unbeabsichtigte Absurditäten schafft die Fotografin Fotodokumente, auf denen eine historische Kontinuität sichtbar wird, die beunruhigt - und die vom Selbstverständnis eines Teils der Staatsmacht im 20. Jahrhundert erzählt.
Stadtmuseum München, St.-Jakobs-Platz 1, München-Zentrum
Di-So 10-18 Uhr, bis 16. Juli 2017
www.muenchner-stadtmuseum.de

Ulrich Schmitt
Ausgebildet an der Kunstakademie in München und der Camberwell School of Arts in London stehen bei Ihm die physikalischen und chemischen Prozesse der Fotografie im Vordergrund. Insbesondere sind ihm die Verfahren zu farbigen Umentwicklung von SW-Entwicklungspapieren, die seit Ende des 19. Jhs. erfunden wurden, ein Anlass eines aufwendigen künstlerischen Forschungsverfahrens. Die verwendeten wertvollen und zum Teil hochgiftigen Metallverbindungen mit Palladium, Gold, Uran, Antimon und Quecksilber erinnern an längst vergessene alchemistischen Versuche.
Die Auswahl der Motive beschränkt sich bewusst auf einfache malerische Landschaften, sei es mal ein Stück Wiese, mal eine Felsformation oder eine Baumgruppe, die zusammen mit der besonderen Farbigkeit der Arbeiten oder der Aufteilung der Motive in einzelne Streifen die Anmutung einer abstrakten  Bildkomposition ergeben. Alle Fotografien sind wegen ihres aufwändigen Herstellungsprozesses Unikate.
Galerie f5,6, Ludwigstr. 7, München
Mi-Fr 12-18 Uhr, Sa 12-15 Uhr, bis 21. Juli 2017
www.f56.net

Planet Solitude 48°15’N, 11°46’E
Fotografie, Malerei, Skulptur, Druckgraphik und Videokunst zum Thema Landschaft.
Die acht KünstlerInnen von PLANET SOLITUDE sehen das Thema Landschaft einerseits als eine Beschäftigung mit der Natur und der Umgebung an sich, andererseits auch als eine Projektionsfläche für das menschliche Dasein und der damit verbundenen persönlichen Empfindungen. Die Natur erscheint in diesen Arbeiten wie eine stille, idealisierte Sehnsuchtslandschaft oder wie eine nostalgische Erinnerungsfläche, aber auch als etwas Bedrohliches und Beängstigendes. Die Suche nach Abgeschiedenheit, nach Einsamkeit und Ruhe in der Natur, kann sowohl als Zuflucht als auch als Weg zur Selbstreflexion verstanden werden. Einen Schwerpunkt bildet dabei die Landschaft Finnlands, mit der sich vor allem die drei finnischen GastkünstlerInnen beschäftigen.
Pasinger Fabrik, Galerie 1-3, August-Exter-Str. 1, München
Di-So 16 – 20 Uhr, 30. Juni bis 13. August 2017, Eintritt: 4,- €, Ermäßigt: 2,- €
(Vernissage Do 29. Juni, 19 Uhr)
pasinger-fabrik.com

Draussen | Out There – Landschaftsarchitektur auf globalem Terrain
Die Ausstellung »draußen« geht von der Prämisse aus, dass es grundsätzlich keinen Winkel der Erde mehr gibt, in dem die Wirkungen der Urbanisierung, der massiven Ausbeutung fossiler Brennstoffe, der wachsenden Mobilität und die ungebremste Verschmutzung von Luft, Boden und Wasser nicht spürbar sind. Die Ausstellung präsentiert zehn weltweite Fallbeispiele, die das Zusammenwirken von Stadt und Umland, von Wasserkreisläufen sowie den lokalen und globalen Bedingungen anschaulich darstellt.
Pinakothek der Moderne, Barer Str. 40, Saal 8, München
Di-So 10-18 Uhr, Do bis 20 Uhr,
www.pinakothek.de

Cy Twombly: In The Studio
Eine retrospektive Auswahl von Gemälden, Skulpturen, Zeichnungen und Fotografien aus den frühen 1950er-Jahren bis hin zum Bild „Untitled (Camino Real)“ aus seiner allerletzen Werksserie, die der US-Künstler kurz vor seinem Tod fertiggestellt hat.
Museum Brandhorst, OG, Theresienstr. 35a, München
Di-So 10-18 Uhr, Do bis 20 Uhr, bis 26. August 2017
www.museum-brandhorst.de

Peter Lindbergh – Fotografie
Peter Lindbergh (*1944 in Lissa, Deutschland) gilt als einer der einflussreichsten Fotografen der letzten vierzig Jahre. Diese spektakuläre multimediale Schau präsentiert rund 200 Arbeiten, darunter nicht nur seine ikonische Modefotografie, sondern auch exklusives, bis heute ungezeigtes Material wie Storyboards, Requisiten, Polaroids, Kontakt-Abzüge und Filme.
Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung, Theatinerstr. 8 (in den Fünf Höfen), München
tgl. 10–20 Uhr (auch So/Feiertagen, an jedem 3. Mittwoch des Monats bis 22 Uhr), bis 27. August 2017
www.kunsthalle-muc.de

Künstlerporträts. Fotografien der 1920er und 1930er Jahre aus der Stiftung Ann und Jürgen Wilde
In der Fotografie der Moderne ist das Porträt Experimentierfeld einer Kunstform, die sich stets selbst reflektiert. Das Künstlerporträt gibt dabei Zeugnis der dargestellten und darstellenden Künstler, und ist zugleich Spiegel von weitreichenden Beziehungsgeflechten und personellen Netzwerken.
Die Präsentation zeigt Fotografien aus den 1920er und 1930er Jahren von Aenne Biermann, Florence Henri, Germaine Krull, Albert Renger-Patzsch, August Sander und Michel Seuphor aus den Beständen der Stiftung Ann und Jürgen Wilde.
Pinakothek der Moderne, Barer Str. 40, Saal 8, München
Di-So 10-18 Uhr, Do bis 20 Uhr, bis 31. August 2017
www.pinakothek.de

Thomas Struth "Figure Ground"
Die Übersichtsausstellung von Thomas Struth präsentiert erstmals eine Auswahl seiner umfassenden Werkgruppen unter dem Aspekt des sozialen Interesses, das die Entwicklung seines künstlerischen, explizit international angelegten Werks durchzieht. Von den ersten Arbeiten bis zu den aktuellen Bildern entwickelt das Werk des international anerkannten Fotografen durch seine Themenwahl, die Art der fotografischen Umsetzung und ihrer Präsentation seinen speziellen Charakter.
Haus der Kunst, Prinzregentenstr. 1, München
Di-So 10-17 Uhr, Do bis 20 Uhr, bis 17. September 2017
www.hausderkunst.de

Global prekär. Flucht, Trauma und Erinnerung in der zeitgenössischen Fotografie
Mit Werken von Roy Arden, John Gossage, Anselm Kiefer, Eva Leitolf, Michael Schmidt, Jeff Wall. Politische und gesellschaftliche Konflikte zu dokumentieren gehört seit jeher zu den zentralen Aufgaben von Fotografie. Die neu eingerichtete Präsentation aus den Sammlungsbeständen widmet sich der künstlerischen Auseinandersetzung mit Krieg und Vertreibung sowie Entwurzelung und Flucht. Die ausgestellten Künstlerinnen und Künstler entwickeln ihre Arbeiten aus der Beschäftigung mit den noch immer nachwirkenden Folgen des 2. Weltkriegs. Sie fokussieren ihren Blick jedoch auch auf die Konflikte zwischen der sogenannten Ersten und der Dritten Welt, sei es entlang des amerikanisch-mexikanischen Grenzzauns oder an den europäischen Außengrenzen. Ihre vielschichtigen visuellen Erzählungen gehen von konkreten Ereignissen aus, deren historische Überlieferung und gesellschaftliche Relevanz sie kritisch reflektieren. Den Bildern der Medien wie den offiziellen Verlautbarungen setzen sie eine andere, aus der persönlichen Perspektive gewonnene Lesart entgegen.
Pinakothek der Moderne, Barer Str. 40, Saal 8, München
Di-So 10-18 Uhr, Do bis 20 Uhr, bis 1. Oktober 2017
www.pinakothek.de

Peter Keetman. Gestaltete Welt. Ein fotografisches Lebenswerk.
Kunstfoyer, Maximilianstraße 53,München
tgl. 9-19 Uhr, bis 10. Oktober 2017
(kostenfreie Führungen)
www.versicherungskammer-kulturstiftung.de

WAS TUN?! Fotografie, Video und Installation
In der Ausstellung WAS TUN?! fragen internationale KünstlerInnen aus der Gegenwartsperspektive nach den Aufbrüchen und Vorstellungen, die mit der Oktoberrevolution verbunden waren und führen eine Auseinandersetzung mit der langen Geschichte des Scheiterns. Sie untersuchen die hegemonialen Prozesse des Wandels nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion und setzen sich mit der gesellschaftlichen Verfasstheit des heutigen Russland auseinander. Die medienübergreifenden Exponate in der Ausstellung WAS TUN?! stellen auch Fragen nach den Auswirkungen der Kapitalisierung der postkommunistischen Länder auf die sozialen und politischen Verhältnisse und nehmen die Arbeitsbedingungen der bildenden KünstlerInnen in den Fokus.
Aspekte Galerie im Gasteig, 2. Stock, Rosenheimer Straße 5, München
tgl. von 10-22 Uhr, 5. Oktober bis 5. November 2017
(Ausstellungseröffnung Mi 5. Oktober 2017, 19 Uhr, Gasteig im Foyer, 2. Stock)
www.mvhs.de

FORUM 043: Sebastian Jung – Winzerla
Sebastian Jung ist aufgewachsen in Winzerla, jener zu Jena gehörenden Plattenbausiedlung, die als Herkunftsort der drei rechtsterroristischen NSU-Mitglieder Mundlos, Böhnhardt und Zschäpe bekannt wurde. In seiner Ausstellung unternimmt Jung eine künstlerische Spurensuche anhand seiner Erinnerungen an das Winzerla der 1990er-Jahre. Fotos und Zeichnungen umkreisen das diffuse Lebensgefühl seiner Kindheit. Den Ergebnissen seiner Recherche stellt er Zeichnungen aus dem NSU-Prozess gegenüber, die er 2014 vor Ort anfertigte.
Stadtmuseum München, St.-Jakobs-Platz 1, München-Zentrum
Di-So 10-18 Uhr, 1. September bis 12. November 2017
www.muenchner-stadtmuseum.de

Martin Paar. Retrospektive.
Kunstfoyer, Maximilianstraße 53,München
tgl. 9-19 Uhr, 11. Oktober 2017 bis Mitte Januar 2018
www.versicherungskammer-kulturstiftung.de

Adolphe Braun – ein Fotografenunternehmen des 19. Jahrhunderts
Der Franzose Adolphe Braun (1812-1877) zählt zu den erfolgreichsten Fotografen im Europa des 19. Jahrhunderts. Als ausgebildeter Zeichner arbeitete er zunächst für die elsässische Textilindustrie, bevor er sich 1854 der Fotografie zuwandte. Mit einer mehr als 300 Aufnahmen umfassenden Serie von Blumenstillleben gelang ihm 1855 auf der Pariser Weltausstellung der künstlerische Durchbruch. Die weit verbreiteten Aufnahmen dienten Textilgestaltern im Second Empire als Vorlagen und waren wegen ihrer meisterhaften Komposition auch als Studien für Dekorationsmaler und Zeichner beliebt. Ab 1860 fotografierte Braun mit seiner großformatigen Kamera die alpinen Landschaften und Städte der Schweiz, die gelegentlich vom Maler Gustave Courbet als Vorlagen für Gemälde verwendet wurden. Neben Tierstudien, Architektur- und Landschaftsdarstellungen konzentrierte sich Braun auf die Kunstreproduktion. Als erster offizieller Fotograf erhielt er die Erlaubnis für drei Jahrzehnte die Kunstwerke des Louvre zu reproduzieren. Das Unternehmen Braun galt als führend in der Wiedergabe der Tonwerte von Werken der Malerei, Skulptur und Grafik, wie Beispiele aus den bekanntesten europäischen Kunstmuseen in Wien, Florenz, London oder Dresden veranschaulichen.
Die Ausstellung präsentiert erstmals sämtliche Tätigkeitsfelder Adolphe Brauns anhand von ca. 200 Originalaufnahmen und Gemälden des 19. Jahrhunderts von Gustave Courbet, Henri Fantin-Latour oder Jules Médard.
Stadtmuseum München, St.-Jakobs-Platz 1, München-Zentrum
Di-So 10-18 Uhr, 6. Oktober 2017 bis 21. Januar 2018
www.muenchner-stadtmuseum.de

FORUM 044: Jenny Schäfer – Liste: Neues Wasser
Wasser wird vom Bedürfnis zum Begehren. Es wird gestaltet und verkauft. Über die Ambivalenz von Wasser geht es in der künstlerischen Recherche von Jenny Schäfer. Der Zusammenhang zwischen einer Ästhetik des Wassers im kapitalistischen System und der dem Wasser inhärenten Romantik, Kraft und Faszination wird durch Fotografien, Zeichnungen und Objekte formuliert.
Stadtmuseum München, St.-Jakobs-Platz 1, München-Zentrum
Di-So 10-18 Uhr, 8. Dezember 2017 bis 4. Februar 2018
www.muenchner-stadtmuseum.de

Araki.Tokyo
2004 konnte mit Unterstützung von PIN die Originalvorlage von Arakis Buch Tokyo (Sexteen) erworben werden, bestehend aus 28 kleinformatigen fotografischen Diptychen. 1973 erschienen gehört Tokyo zu den ersten Künstlerbüchern, die Araki veröffentlichte, denen in den kommenden vier Jahrzehnten mehrere Hundert folgen sollten.
Die Ausstellung stellt die Tokyo-Serie vor, ergänzt durch weitere frühe Tokyo-Fotografien von Araki und anderen Künstlern sowie Künstlerbüchern aus den 1960er und -70er Jahren. Es erscheint eine exklusive Werk-Monographie in limitierter Auflage.
Pinakothek der Moderne, Barer Str. 40, Saal 8, München
Di-So 10-18 Uhr, Do bis 20 Uhr, bis
www.pinakothek.de

Kapsel 08: Polina Kanis
Polina Kanis (geb. 1985 in Leningrad, heute St. Petersburg) erkundet die Grenzen zwischen Film, Fotografie und Performance. Ihre Videos sind von einer markanten Spannung zwischen dem dargestellten Geschehen und der Welt jenseits des Bildkaders geprägt. Kanis‘ Protagonisten halten sich in geschlossenen Systemen auf, innerhalb derer unsichtbare Herrschaftsinstanzen ihr Verhalten auf automatisierte und ritualisierte Handlungen reduzieren. Diese mikrokosmischen Szenerien gehen der Frage nach, inwieweit ein vorgegebener Rahmen – sei er gesellschaftlich, politisch oder kulturell – Einfluss auf die ihm unterworfenen Lebewesen nimmt, wie er sie deformiert und ihre Beziehungen verfälscht und pervertiert, während die Betroffenen darum ringen, ihren Platz in der Gemeinschaft zu finden.
Haus der Kunst, Prinzregentenstr. 1, München
Di-So 10-17 Uhr, Do bis 20 Uhr, 15. September 2017 bis 18. März 2018
www.hausderkunst.de


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