Viel Farbe für's Geld - es muss nicht immer brandneu sein

April 23, 2013  •  Kommentar schreiben

120 db

Bilder wie dieses leben von satten Farben! Titel: 120db. (C) S. Körber 2012. Galerie

 

Ich wollte schon immer mehr Platz, um meine Fotos zu editieren - Lightroom ist ein echter Platzfresser mit seinen seitlichen Paletten. Und mit einem Drucker, der einen recht großen Farbraum abdeckt, wollte ich vorab am Bildschirm besser erkennen, wohin die Reise geht.

Die Entscheidung fiel daher auf diese Kombination:

  • Monitor HP LP2475w (gebraucht, Modell von 2009, Testbericht):
    24" (61cm) Bildschirmdiagonale, 1920x1200px, deckt großen Farbraum ab. Bei Ebay: 199 EUR inkl. Versand, mit 12 Monaten Garantie 
  • Colorimeter Datavision Spyder 3 Pro (gebraucht, Modell von 2009, Bericht).
    Bei Ebay: 80 EUR inkl. Versand
  • Kalibrierungs & Profilierungs-Tool:
    DispcalGUI / ArgyllCMS: OpenSource für Mac / Win / Linux. Kostenlos zu nutzen.


Nach drei Abendschichten Einrichtung und einem Fehlstart bin ich jetzt zufrieden:

  • Ein Wide-Gamut-Monitor wie der HP begeistert - wer Velvia-artige Sättigung in seinen Fotos mag und kontrolliert einsetzen möchte, kommt m.E. nicht darum herum. Es sind viele Gebrauchtgeräte dieses Modells am Markt, meiner hatte gerade mal 4500 Stunden auf dem Buckel.
  • Mit ein wenig Spaß am Tüfteln verliert auch das Farbmanagement an Schrecken. Die Güte der Profilierung ist definitiv besser als meine Wahrnehmungsfähigkeit und fordert mich, differenzierter zu sehen.
  • Per Softproofing in Lightroom 4 und mit guten Druckprofilen wird schnell deutlich, wie  man seine Fotos im Print noch optimieren kann, ohne einen Zentimeter Papier zu verschwenden.
  • Anders als bei den Monitoren der Profiklasse gibt es beim Business-HP leichte Schwankungen in der Leuchtdichte (ca. -10% dunkler in der linken unteren Ecke) und der Farbtemperatur (leichter Blaustich in der rechten unteren Ecke, ein wenig Magenta an der linken Kante). Jammern auf hohem Niveau!

 

Zusammengefasst:
Für die technische Qualität der eigenen Bildbearbeitung ist ein ergonomischer, kalibrierter und profilierter Monitor ein Muss. Mit ca. 300 EUR, Mut zum Gebrauchtgerät und Einlesen kommt man weit und kann viel lernen. Wer allerdings seine Brötchen mit Pixelschubsen verdient und die Kelvins und Candelas auf die Goldwaage legen muss, wird mit gutem Grund weiterhin das Siebenfache anlegen.


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